LUISE wird 60

Wir schreiben das Jahr 1958. Ein Freudentag in der Mariengemeinde. An der Glatzerstraße entsteht ein neuer Hort für 120 Kinder. Der Hort zieht aus der Baracke in den Werregärten in ein schönes Heim um. Die Stiftberggemeinde präsentiert einen vorbildlichen Kindergarten, ein Spielparadies für die "Christliche Jugend". Die Räumlichkeiten wurden modern und geschmackvoll gestaltet. Hervorgehoben wurde auch der überdachte Sandkasten. Die Einrichtung umfasst einen Kindergarten für 60 Kinder, eine Tagesstätte für 30 Kinder und einen Hort für ebenfalls 30 Kinder. Es war ein Freudentag für alle. Mit Gesang (Geh aus mein Herz und suche Freud....), mit Blumen, Kränzen und Fähnchen zogen alle von der Werrestraße in die Glatzerstraße. Hausmutter Kemper, die Frau des Pfarrers Kemper - guter Geist des Hauses -, leitete fortan das muntere Völkchen im Auftrag und im Sinne der Mariengemeinde. Sie wurde unterstützt von 2 Kindergärtnerinnen und 3 Kinderpflegerinnen (Gruppenleiterinnen).

Die Begrüßungsrede hielt der Kindergartenpfarrer Podewils. Anwesend waren auch die Pfarrer Bechthold und Koch. Zahlreiche Ehrengäste sowie Professor Ochs, der die Entwürfe schuf und Architekt Breitekamp, der auch die Bauaufsicht führte. Der Kindergarten hat 250.000 DM gekostet. Vom Land kam ein Zuschuss von 100.000 DM und die Stadt steuerte 80.000 DM bei.

Die Zeiten ändern sich
Heute ist der Träger die Evangelisch-Lutherische Emmaus-Kirchengemeinde. Aus einer 4-Gruppenanlage wird eine 3- Gruppenanlage. Die Gruppenräume werden vergrößert und Freiräume geschaffen. Aus dem Wohnbereich von Frau Kemper wird ein Mehrzweckraum, eine Kinderküche, ein Mal.- und Werkraum und eine Bücherei/Ruheraum. Die Einrichtung verfügt über 67 Plätze für Kinder im Alter von 2 - 6 Jahren. Die Öffnungszeiten sind von 7:00 - 16:30 Uhr; und die Betreuungszeiten von 25, 35 oder 45 Stunden können von den Eltern ausgewählt werden.

Die Räumlichkeiten der Kita werden erweitert. Die angrenzenden Räume werden der Kita zugeteilt. Es entstehen ein Schlaf-/Ruheraum, Spielraum für die 2-jährigen und ein separater Wickelraum. Weiterhin wurde auf dem Spielgelände im Außenbereich eine Spiellandschaft geschaffen. Im Laufe der Jahre konnten durch die Unterstützung von Eltern / Gemeinde / Presbyterium / Kirchenkreis / Förderverein und durch allgemeine Spenden viele Erneuerungen durchgeführt werden. Heute arbeiten in der Einrichtung sechs Erzieherinnen und zwei Kinderpflegerinnen.

Ein Dank allen, die sich dafür eingesetzt haben!!!

Ein wesentliches Ziel unserer Arbeit ist, den Kindern in kindgerechter Form durch Gespräche, Lieder, Gebete, Geschichten, Andachten und Gottesdiensten das Evangelium nahezubringen. Ihnen den Glauben anzubieten und den Sinn der Kirchenfeste zu vermitteln. Auch die Bildung hat einen großen Stellenwert in unserem Kindergartenalltag. In den Bildungsbereichen Sprache, Bewegung, Gestalten und Naturwissenschaften werden die Kinder gezielt gefördert, und ihre Interessen werden gestärkt.

- UND JETZT WIRD GEFEIERT –

Sonnige Sommergrüsse vom Team des Luise-Scheppler-Kindergartens - Ihre Christel Hanisch, 01.06.2018